Love is all around me

Love is all around me

Wie schön das ist….

 

Wenn die Verkäuferin ein warmes Brötchen mehr als bestellt in die Tüte steckt….

Eine Einfach-nur-so-liebe-Nachricht im Handy aufblinkt.

Ein fremder Hund freudig an mir hochspringt.

Das Lächeln eines Unbekannten aufgeschnappt zu haben.

Wenn ein Blatt, das mir direkt auf die Schulter schwebt, dort liegen bleibt.

Foto: M.-Großmann / PIXELIO.de

Back to L.A.

Back to L.A.

Beth Hart

 

Manche Songtexte sind wie Geschichten.

Sie erzählen eine Story. Hauen sie direkt ins Herz des Hörers.

Man versteht.

Foto: A. Dreher /PIXELIO

„She´s a local girl with local scars

And she tried.   

And she tried.                                                   

And she tried.

But nothing´s dear in a bar full of flies“

Dazu dieser Sound, diese Stimme: traurigschön.

Leben in L.A. oder im Westfälischen,

derselbe Schmerz nur

anders.

 

 

www.bethhart.com

Songtext: L. A. Song von Beth Hart

Das hat was

Das hat was

Das hat was, denke ich, als ich die roten Äpfel in den Schnee lege.

Uschi Dreiucker / Pixelio.de

Das hat was, sagt mir mein Spiegelbild, als ich mein Sommerlächeln aufsetze.

Das hat was, die prickelkalte Luft auf meiner warmen Haut.

Na, das hat was, lache ich,

als ich stürze

und der blaue Himmel über mir

mit mir lacht!

Uncut

Uncut

Was ich Raymond Carver fragen würde

Diese Texte von ihm, die mich so bewegen. Wann wurden sie geschrieben? Nachts? Morgens?

Wo? In einem dunklen, niedrigen Raum? Oder irgendwo draußen?

Inspiriert von Edward Hoppers Gemälden?

Quelle: S. Fischer Verlag

Warum? Warum hat er fast alles beschneiden lassen?

Ich lese ganz langsam. Immer wieder. Die gleichen Geschichten und doch immer wieder anders.

Nun auch: Beginners. Uncut.

Die Ausgabe ohne die Beschneidung des Lektors.

Ich bin gespannt!

Zu Besuch

Zu Besuch

Jens Märker / pixelio.de

Die Türen wurden geöffnet…

endlich!

Nach dem großen Bibliotheksbrand.

Wieder diese Pracht.

Genesung.

Wiedergewonnene Schönheit.

Edel und stolz.

Dicke Folianten, Atlanten, Almanache.

Geheimnisse in Leder gebunden, mit Goldschnitt veredelt.

Kostbar.

Die Rückennähte fingerdick.

Tintenschrift.

Schön so schön.

Zum Anfassen schön.

Nah und doch so fern.

 

 

 

Unbekannter Teilnehmer

Unbekannter Teilnehmer

Ein barsches:“Ja!“, am Telefon.

Kein Fragezeichen hinter dem „Ja“. Kein Lächeln in der Stimme.

Statt dessen zwei oder mehr hörbare Ausrufezeichen. Wer stört, soll es wohl bedeuten. Oder eine Einschüchterungs-Abschreck-Maßnahme. Ein „Mach-schnell, ich habe keine Zeit“.

Hoffentlich nicht du, nicht er, nicht sie, nicht die. Nicht jetzt.

„Hätte ich gewusst, dass du es bist, hätte ich mich natürlich anders gemeldet. Aber deine Nummer wird ja nicht angezeigt“.

Nein, meine Telefonnummer wird nicht angezeigt. Wird nie angezeigt. Warum, weiß ich noch nicht einmal. Keine Ahnung.

Und das ist auch gut so!

Ruhe

Ruhe

Draußen Geschirrklappern, hektischer Krankenhausbetrieb,

drinnen Ruhe. Am Kreuz hängt Er. Gesenkten Hauptes. Und sagt nichts.

Die Sonne sendet ihre Strahlen warm über den dunklen Marmor. Ich atme die Stille. Ganz hinten in der letzten Bank. Allein.

Rainer Sturm / PIXELIO.de

Ich schicke die Wärme zum Kreuz. Spüre, dass da jemand ist. Dem ich meinen Dank sage. Ganz still. Eine Tür öffnet sich. Eine Frau tritt ein. Sie nickt mir zu. Setzt sich in die Reihe vor mir.

Die Bäume draußen sind so schön. Ich sehne mich nach einem Spaziergang. Kalter Luft. Dem Frühling.

Ich öffne die Tür. Drehe mich noch einmal um, winke. Winke dem, der am Kreuz hängt. Die Frau, die sich zu mir wendet, winkt mir zurück.

Draußen Geschirrklappern. Der hektische Krankenhausbetrieb. Komische Gerüche. Ich lächle und bin in Gedanken schon längst draußen.