Kind der 70er

Kind der 70er

Das Kind der 70er fragt nach Dosenmilch,

und erntet fragende Blicke. Ein Schulterzucken. Ein Zurückfragen der jungen Kassiererin: „Dosenmilch? Issn ditte?“

„Naja, halt Milch für den Kaffee“, antwortet das Kind der 70er. „Ach, so. Kondensmilch! Dritte Reihe links unten“. Kopfschütteln.

Tim Reckmann /PIXELIO.de

Das Kind der 70er findet die Dosenmilch. Im Tetrapack.

Das Kind der 70er fragt in der Apotheke nach Nasentropfen und bekommt sie auch. Nach langem Suchen. Gewollt hat sie jedoch Nasenspray. Den Unterschied gab´s früher nicht. Und eine Badeanstalt gibt´s wohl auch längst nicht mehr. Aqua fun heißt so etwas jetzt. Oder anders.

Raider heißt jetzt Twix. Aber Labello ist Labello geblieben. Gibt´s noch dein Bac, mein Bac? Creme 21?

Ich bin ich. Kind der 70er. In modernen Zeiten lebend. Mittleren Alters. Und fühle mich manchmal schon so richtig alt …

 

Neues von Sine

Neues von Sine

Warum es aus ist …

 

 

Sonderpunkte 2
Sonderpunkt Verlag, Münster

 

… so heißt eine neue Geschichte von mir, die in der brandneuen Anthologie des Sonderpunkt-Verlages erschienen ist.

 

Titel des Buches:

Sonderpunkte 2.

 

 www.sonderpunkt-verlag.de

ISBN 978-3-95407050-3;  9,90 Euro

 

 

Wir haben Bücher geangelt

Wir haben Bücher geangelt

Wenn es früh dunkel wird und überall die Lichter leuchten. Es gemütlich ist und der Tee kocht. Wenn endlich die Zeit da ist, Weihnachten, dann ist auch die besondere Zeit da, in der man ganz ausgesuchte Bücher liest.

 

Thomas Ascher / PIXELIO.de

 

Ein wenig Fröhliches, ein wenig Trauriges. Nichts Spannendes. Nichts Politisches.

Ein Buch, an das man sich erinnern wird:

Weihnachten 2014 habe ich ein ganz bestimmtes Buch gelesen. Welches es sein wird? Ich weiß es noch nicht!

Zur Auswahl stehen: „Ein ganzes Leben“, von Robert Seethaler, “ Der Distelfink“, von Donna Tartt und Karen Köhler:

„Wir haben Raketen geangelt“.

Ich habe aber noch mehr, viel mehr Bücher, die ich lesen möchte.

Nicht nur zu Weihnachten. Einen ganzen Koffer voll.

Ich werde Bücher angeln!

Kennst Du sie?

Kennst Du sie?

… praktische Leute?

Foto: Gerrit Schmit / PIXELIO.de

Die, die stets eine rote Allwetterjacke tragen? Natürlich mit Kapuze!

Die im Club unterwegs sind und auch beim Tanzen den Minirucksack nicht ablegen? Eine praktische Kurzhaarfrisur tragen und deren Fahrrad mit Reflektoren übersät ist? Praktische Menschen besitzen Regencapes und Citybikes.

Sie tragen Wanderschuhe und bestimmt Funktionsunterwäsche. Sie haben immer, wirklich immer ein Taschentuch dabei und tragen bei Waldspaziergängen selbstverständlich Gummistiefel. Sogar eine Brieftasche haben sie nur für Karten und einen praktischen Dampfgarer für ein schnelles Menü. Sie fahren nur silbergraue Kombis und lieben Hosen, die mit einem Ratsch am Hosenbein zu Shorts werden.

Ich belächle sie. Aber:

Wenn es mal regnet, ärgere ich mich, keine Jacke mit Kapuze zu haben. Keine Gummistiefel und keine Kurzhaarfrisur. Ich habe nie ein Taschenmesser dabei, nicht mal ein Taschentuch, wenn ich es unbedingt brauche und irgendwie ist so ein Dampfgarer echt praktisch. Ich muß zugeben:

Sine ist  unpraktisch!

Morgenimpressionen

Morgenimpressionen

Das Radio dudelt,

Uschi Dreiucker / PIXELIO.de

Frau Raddix schmiert Brötchen. Wie jeden Morgen um diese Zeit. In der Bäckerei ist viel los. Trotzdem keine Hektik. Müdigkeit in den Augen des Monteurs, der auf seinen Kaffee wartet.Geschirrklappern, Zeitungrascheln, der Duft von frischem Kaffee und Brot.

Auf der blauen Latzhose des Monteurs steht „Christian Breuer“. Christian Breuer gähnt und der LKW-Fahrer liest am Stehtisch die „Bild“. Die Schürze von Frau Raddix noch so weiß.

Frieden.

Ich fahre mit meiner Brötchentüte zur Arbeit. Draußen der Morgennebel. Die Sonne ganz schwach. Neil Youngs Songs. „A letter home “ und ich kann fühlen, wie das ist.

Zwei Rinder küssen sich auf der Wiese. Eine Spinne hangelt über meine Fensterscheibe.

Leben.

 

© Sine

Sekundenträume

Sekundenträume

Auszeiten nehmen. Sich wegträumen.

Sich irgendwohin träumen. Jemand ganz anderes sein. Einmal kurze Haare und lange Beine haben. Oder elf Zöpfe und elf Sommersprossen besitzen. Eine Frau sein in rotem Kostüm. Kühl und clever. Dort sein und nicht hier.

Rainer Sturm / PIXELIO.de

Ein schnelles Auto fahren einfach nur so. Urlaub in Biarritz oder Portofino. Italienisch sprechen in Spanien. Basilikumeis essen in Schottland. Pläne schmieden und nicht träumen. Das Leben bestaunen! Alles ist in Bewegung. Auch meine Träume, meine Sehnsucht, meine Farben. Sekundenschnell!

© Sine

 

Weißt du noch?

Weißt du noch?

… als die Sommer noch lang waren? Die Ferien begannen und die Aussicht auf Schönes ein Kribbeln im Bauch verursachte?

 

www.Rudis-Fotoseite.de /PIXELIO.de

Alles länger zu dürfen. Länger draußen spielen, bis in die Puppen fernsehen mit der besten Freundin in Omas Doppelbett liegen, von Süßigkeiten umgeben. Wo man sich Pläne zurechtspann, eine geheime Burg zu bauen oder die Frösche am Teich zu dressieren.

Man nahm sich vor, ganz lange zu schlafen und erst Mittags aufzustehen und hielt es doch nicht aus. Die Spannung auf einen aufregenden Tag ließ einen nicht mehr ruhen.

Draußen war das Gras noch nass und die Sonne schläfrig. Auf der Schaukel Tau und am Himmel kein Wölkchen. Geruch nach Gras und Vanillepuding mit Erdbeeren. Diese Tage der Sorglosigkeit, die ich jetzt so vermisse. Die irgendwann verloren gingen.

Manchmal wünsche ich mich auf diese Schaukel zurück.

Der Sonne und dem Tag entgegenfliegen. Dorthin, wo die Sommer noch lang waren.

Ein schöner Abend in Liesborn

Ein schöner Abend in Liesborn

Kreativ auf dem Land

Mit der Künstlergruppe „Kreativ auf dem Land“ ging es am Samstag in Liesborn rund.

Bei einem schönen Spaziergang an einem lauen Juniabend und netten Gästen erlebten alle unterhaltsame Stunden.

Der Märchenerzähler Christian unterhielt die Leute in einer Katakombe mit einer schaurigen Geschichte. Vor dem alten Forsthaus erzählte er noch eine spannende Geschichte. DIe Naturpadagogin Karola reichte zusammen mit Renate leckere Häppchen und an Getränken fehlte es auch nicht. Gabi übernahm die Moderation und Monika behielt alles im Blick und verkaufte fleißig Eintrittskarten. Rund 30 Interessierte konnten wir für unsere Aktion gewinnen.

Schön war es auch, mitten in der Natur die Bilder von Christian, Gabi und Irmi zu finden. Sie kamen gerade dort wundervoll zur Geltung. Die sorgfältig ausgesuchten Gedichte von Sylvia passten zu allen Gelegenheiten.

Sine hat natürlich auch wieder einige ihrer Texte vorgelesen und der Singer und Songwriter Achim hat sogar zwei Songs aus einer ihrer Geschichten kreiert und vorgetragen. So zum Bespiel: „Alles was sie bewegt“. Schaut und hört hier:

VID-20140610-WA0000

 

Dabei sein

Dabei sein
Dabei sein

Sine unterwegs:

 

Sine liest ihre Short-Stories am Samstag, dem 7. Juni um 19.30 in Wadersloh-Liesborn im Rahmen der Veranstatung: Kreativ auf dem Land.

Außerdem stellt sie demnächst einen Text bei der Präsentation des neuen „Am Erker“ in Münster vor, am 25. Juni um 20 Uhr in der Stadtteil-Bibliothek am Aasee.

„Taubenherz“ wird dann in der neuen Ausgabe des Erkers Nr. 67: „Mit Leib und Seele“ nachzulesen sein.

 

Lesung in Münster