Mein verbotener Blick,
eine Sekunde zu lang
verfängt sich in deinen Augen.

Ich lache,
obwohl mir zum Weinen ist.
Der verfangene Blick,
wie ein zappelnder Fisch im Netz.
Du bist der Angler, der sich freut.

Du erzählst,
ein paar Sekunden zu lang,
von deinen Reisen ohne mich.

Ich höre zu,
obwohl ich weglaufen möchte.
Der vergessene Traum,
wie eine durchwachte Nacht.

Du bist der Mond, der sich freut.
Deine Umarmung,
eine Sekunde zu lang,
so unerreichbar dein Du und doch so nah.

Ich schaue dich an,
obwohl meine Augen blind sind.
Die verdunstete Hoffnung,
wie ein Morgen nach dem Sturm.

Du bist der Himmel, der sich freut.

© copyright 2010 Sabine Mense

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