Piper Verlag

Unterm Scheffel.

Piper Verlag München, 2011, 288 Seiten.  

 

 

 

 

Die Liebe und der Komponist.

So könnte der Roman auch heißen. Das Buch ist zwar erst 2011 auf Deutsch erschienen, jedoch schon ca. 20 Jahre alt. Das fällt so eigentlich gar nicht auf. Außer dass man sich manchmal fragt, warum kein Handy benutzt wird…

Maarten ´t Hart hat einen ganz besonders feinen Humor. Deshalb ist das Buch trotz seiner Thematik nicht schwermütig geschrieben, obschon man mit dem Protagonisten mitfühlt.

Der Pianist Alexander Goudveyl ist ziemlich bekannt und anerkannt. Trotzdem ist er weder glücklich, noch unglücklich. Er lebt mit seiner Frau zusammen, die ziemlich  oft unterwegs ist und eigentlich verbindet sie nur die Musik. Nach einem Auftritt lernt der Komponist eine junge, hübsche Frau kennen. Er beginnt eine Affäre mit Sylvia. Dann verliebt er sich hoffnungslos in sie. Und genau da beginnt die Tragik des Romans. Je mehr er sich Sylvia hingibt, umso mehr zieht sie sich zurück. Je mehr er ihr seine Liebe offenbart, läßt ihr Interesse stetig nach. Der Leser kann diese Zeichen deuten, doch Alexander verrennt sich und schließlich endet der Roman sehr tragisch.

Das Thema ist sicherlich schon ganz oft beschrieben worden. Aber Maarten ´t Haar schafft es mit seinem ganz besonderen Stil, dieses Buch zu etwas ganz Besonderem zu machen. All die Sinne des Komponisten werden zum Besispiel so einfühlsam beschrieben. Eine Wäscheleine flattert im Wind und er vertont diese Geräusche zu Musik. Das Klimpern von Sylvias Glasohrringen verarbeitet er ebenfalls. Ein wunderbares, außergewöhnliches Buch!

 

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