Auswege

Auswege

Rainer Sturm / PIXELIO.de

Stimmt es nicht, dass es viel zu wenig Feldwege gibt?

Wege, auf denen man sich die Schuhe schmutzig macht. Wege, auf denen es keinen Müll gibt. Wege, die nicht asphaltiert sind und auf denen man ganz allein unterwegs sein kann.

Man muß sich diese Wege suchen. Auswege.

Wege, die bei jedem Wetter anders sind und doch gleich. Im Sommer riecht der Staub, den die kleinen Teilchen aufwirbeln. Die Hitze flirrt und die Schnecke trägt schwer an ihrem Haus.

Im Winter knirrscht der Schnee unter den Schuhen und manchmal schaut ein Reh durchs Gehölz. Stille!

Im Herbst zaust der Wind an den Bäumen. Man nimmt sich Blätter mit und die schönen bunten legt man sich mal hier mal dorthin. Fehl am Platz und doch zur Erinnerung an das Leben da draußen, das man im Büro nicht mitbekommt, an die Wolken, die ungesehen davonschweben und der Regen, der einen nicht erwischt.

Nichts Schöneres, als Regen auf dem Gesicht und Zeit, ihn zu spüren.

Wege im Frühling. Die Steine unter den Schuhen noch spitz, der Wind kühl, doch die Sonne ist da und das Grün ist zu erahnen und man atmet ganz tief und man meint, man atmet den Frühling ein und er gäbe einem Kraft. Und es ist so.

Es ist einfach so und es soll auch so sein!

 © Sine

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